Muss sich alles gut anfühlen?

Gestern, in der Filiale einer großen deutschen Drogeriemarkt-Kette.

Unser Toilettenpapier war fast alle, dringender Handlungsbedarf daher gegeben.

Ich stand also vor dem Toilettenpapier-Regal und betrachtete etwas fassungslos das Angebot. Die Eigenmarke der Drogeriekette bot nicht weniger als VIER unterschiedliche Designs an. Wohlgemerkt vom selben Toilettenpapier.

(Übrigens alle als „Limited Edition, nur für kurze Zeit erhältlich“, was ich ja an sich schon albern finde. Kauft wirklich jemand Toilettenpapier, weil es grade hübsch aussieht und er dieses Design nur für kurze Zeit bekommen kann? Ich kaufe das immer dann, wenn wir es brauchen. Aber gut.)

Was mich so sprachlos gemacht hat, das waren die Designs an sich.

Nun reden wir, wohlgemerkt, von Toilettenpapier. Du weißt schon, was man damit in aller Regel macht.

(Obwohl es sich auch ausgezeichnet als Lesezeichen eignet, aber das nur am Rande.)

Diese Designs waren alle… klebrig-süß. Über-optimistisch. Super-motivierend.

Rosa Wölkchen. Niedliche Landschaften mit süßen Kätzchen. Entspannende Blümchenranken. Kuschelige Wohlfühl-Botschaften.

(Okay, zugegeben, mit den Kätzchen habe ich übertrieben. Aber du kannst dir vorstellen, was ich meine, oder?)

Und da frage ich mich doch:

Künstliche Motivation

Müssen wir uns denn wirklich immer und überall wohlfühlen?

Kann man nicht auch einfach mal was erledigen? (im übertragenen Sinne natürlich… 😉 )

Oder (wie schrecklich!) etwas Unangenehmes aushalten? Müssen wir uns unbedingt in rosa Watte packen, weil wir unser Leben sonst nicht mehr ertragen?

Wie weit ist es gekommen, wenn wir uns selbst auf der Toilette noch motivieren und betüdeln lassen müssen?

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Dein Leben verändern, in kleinen Schritten

Der nächste Jahreswechsel kommt bald, und mit ihm die Zeit der guten Vorsätze. Leider scheint es da eine gegenläufige Beziehung zu geben: Je größer die angestrebte Veränderung, desto größer auch die Chance, dass du sie nicht erreichst.

Einen Weg, um auch große Veränderungen in deinem Leben zu erreichen, zeigt Robert Maurer in seinem Buch „Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern“* auf.

Darin geht es zunächst einmal darum, warum uns signifikante Veränderungen so schwer fallen. (Du wirst erleichtert sein zu lesen, dass es nicht an deiner mangelnden Willenskraft liegt!)

Und danach zeigt Maurer aus verschiedenen Perspektiven, wie du Veränderungen tatsächlich und nachhaltig erreichen kannst. Mit ganz kleinen Schritten, und fast mühelos.

Ganz egal, ob es um Zwischenmenschliches geht (z.B. dich öfter mit deinem Partner auszutauschen oder mit deinen Kindern anders umzugehen)… um deine Gesundheit (mit dem Rauchen aufzuhören oder gesünder zu essen)… um Berufliches (deine Mitarbeiter mehr zu loben oder dich beruflich zu verändern) oder um Dinge, die dir aus anderen Gründen schwer fallen (weniger Geld auszugeben oder deine Wohnung aufgeräumt zu halten)…

vieles lässt sich in kleinen Schritten lösen. Und Robert Maurer zeigt dir in „Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern“* ganz genau, wie das geht.


* Ich investiere viel Zeit und Energie in die Buchbesprechungen und anderen Inhalte hier auf Weg der Offenen Türen, und ich hoffe, dass sie dir Freude und Inspiration bringen. Bitte kauf dieses Buch wenn möglich bei einer unabhängigen, inhabergeführten Buchhandlung in deiner Nähe – das sind meist Menschen, die ihre Arbeit mit Herzblut machen, und die wir damit unterstützen können.

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Die Kunst, etwas zu tun

Es gibt Dinge, die du gerne tun würdest. Wirklich gerne. Weil sie dir wichtig sind. Und du bewunderst alle anderen, die genau das schaffen.

Aber du selbst, du schaffst es einfach nicht.

Dabei ist das Geheimnis ganz einfach: Die Kunst, etwas zu tun, liegt darin, es zu tun.

Die Kunst, etwas zu tun, liegt darin, es zu tun.

(Eine wunderbar philosophische Tautologie, nicht wahr? 😉 )

Seth Godin veröffentlichte neulich einen Artikel auf seinem Blog – genauer gesagt, seinen 7.000sten Artikel. Auf Seths Blog erscheint täglich ein neuer Artikel. Von ihm selbst geschrieben. An jedem einzelnen Tag im Jahr.

Wir rechnen kurz: 7.000 Artikel – das macht gut 19 Jahre. Fast 20 Jahre lang täglich ein Artikel.

Unfassbar, oder? Und für die meisten von uns wahrscheinlich nicht zu schaffen. Aber warum eigentlich?

Seth selbst schreibt: „The secret to writing a daily blog is to write every day. And to queue it up and blog it. There is no other secret.“. Oder auf Deutsch: „Die Kunst, täglich zu bloggen, liegt darin, jeden Tag zu schreiben. Und es zu veröffentlichen. Es gibt kein anderes Geheimnis.“

Die Kunst ist also, es zu tun.

Vor einiger Zeit habe ich von einer 24-Stunden-Wanderung berichtet. Auch hierüber sagen die meisten Menschen ganz spontan, dass sie das nie schaffen würden.

Dabei besteht die Kunst einer 24-Stunden-Wanderung mit gemäßigten Kilometerzahlen einfach darin, eine kurze Nacht im Schlafsack zu überstehen und ansonsten einen Fuß vor den anderen zu setzen. Es gibt kein Geheimnis.

Was schaffst du nicht, obwohl du es eigentlich willst?

Und worin besteht die Kunst, es zu tun?

Sich selbst ins Boot holen

Es gibt so Wochen, da geht einfach gar nichts. Das soll nicht heißen, dass du nichts tust, ganz im Gegenteil! Meist sind das die Wochen, in denen du von morgens bis abends damit beschäftigt bist, Dinge wegzuarbeiten und Sachen zu erledigen. Du bist im Stress, hast schon ganz viel erledigt und die Todo-Liste wächst trotzdem immer weiter, und irgendwie kommst du einfach nicht voran.

Und das Schlimmste: Das, was dir wirklich wichtig ist, bleibt irgendwie auf der Strecke. Tiefkühlpizza und „laufen geh ich morgen“ anstatt gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport… Abends noch schnell Emails erledigen anstatt mit den Kindern zu spielen oder mit Freunden wegzugehen… Arbeiten bis in die Nacht, aber deine wirklich wichtigen Projekte bleiben liegen…

Irgendwie scheinen solche Phasen zum Leben dazuzugehören.

Und vielleicht fühlst du dich dann besonders mut- und kraftlos, Weiterlesen Sich selbst ins Boot holen