Noch mal am Anfang stehen…

Gibt es in deinem Leben eine Zeit, in der du frei warst?

Frei von Sachzwängen, Verpflichtungen, Geldsorgen. Frei von Anforderungen. Frei von Menschen, um die du dich kümmern musst, und von Dingen, die erledigt werden müssen?

Eine Zeit, in der du die Wahl hattest, was du mit deinem Leben anfangen willst. Die Freiheit, jeden Tag zu entscheiden, was du tun willst. Die Freiheit, deinen eigenen Weg zu gehen, wo auch immer der hinführt. Selbst wenn du diese Freiheit damals gar nicht wahrgenommen oder genutzt hast?

Vielleicht am Anfang deines Studiums, oder am Ende deiner Schulzeit? Während eines Aufenthalts im Ausland oder einer längeren Zeit ohne Arbeit? Vielleicht bevor die Kinder kamen, oder bevor du all die Dinge gekauft hast, die jetzt bezahlt und versorgt werden müssen?

Damals wusstest du diese Freiheit wahrscheinlich nicht zu schätzen. Aber damals warst du auch noch nicht der oder die, die du heute bist.

Wenn du jetzt, mit all deiner Lebenserfahrung, noch einmal so leben könntest wie damals – was würdest du tun, an das du damals gar nicht gedacht hast? Was würdest du dich trauen, das du dich damals nicht getraut hast? Was würdest du aus deinem Leben machen?

Und was hält dich davon ab, genau diese Dinge heute zu tun?

Kleine Ursache, große Wirkung

In meinem letzten Post ging es um’s Ausräumen und Loslassen, und vor allem darum, Platz zu machen für Neues in deinem Leben.

Im Nachhinein ist mir dann aufgefallen, dass diese Liste mit Bereichen, in denen du aussortieren könntest, leicht missverstanden werden kann.

Ich glaube nicht, dass du dein (oder ich mein) Leben perfekt in Ordnung bringen musst. Im Gegenteil: „perfekt“ ist eine Illusion, und das Leben ist immer zu einem gewissen Grad chaotisch, unbalanciert, unstrukturiert und unsortiert. Das macht ja gerade den Spaß aus!

Worum es mir ging ist, die Leichtigkeit des Frühlings auf dein Leben zu übertragen. Mit Leichtigkeit und Spaß ein paar Dinge wegzuwerfen oder wegzugeben, und damit ganz entspannt Platz zu machen für etwas anderes. Das Richtige wird dann schon zu dir kommen.

Ganz verbissen alles in Ordnung bringen zu wollen wäre hingegen eine Sackgasse, die dir keinen Raum zur Entfaltung lässt…

Frühjahrsputz… Raum machen für Neues

Die Sonne strahlt am Himmel, und der kalte Ostwind hat sich wenigstens soweit gelegt, dass man jetzt (endlich!) die Veilchen riecht… Zeit für einen Frühjahrsputz der etwas anderen Art!

Putzen ist ja, ebenso wie das unweigerlich dazugehörende Aufräumen, eigentlich nur eins: Unerwünschtes aus dem Haus bringen.

Im Fall des Frühjahrsputzes ist dieses „Unerwünschte“ Staub oder anderweitige Ablagerungen, die wir irgendwie doch lieber aus unserem Leben entfernen möchten. Und wenn du diese Dinge losgeworden bist, dann fühlt sich die Welt gleich viel besser an.

Ganz ähnlich ist es auch bei einem Frühjahrsputz im übertragenen Sinne:

Wenn du Unerwünschtes oder nicht mehr Benötigtes aus deinem Leben entfernst, dann fühlt sich die ganze Welt gleich viel leichter und beschwingter an. Frühlingshaft eben…

Vielleicht weißt du selbst schon ganz genau, welche Dinge du schon seit langem „aufräumen“ oder „durchputzen“ wolltest. Vielleicht hast du aber auch nur das ganz generelle Gefühl, dass sich irgendwo etwas ändern muss. Für diesen Fall sind hier ein paar Ideen für Dinge, bei denen du mit deinem etwas anderen Frühjahrsputz anfangen könntest: Weiterlesen Frühjahrsputz… Raum machen für Neues

Altlastenbeseitigung

Hast du noch Altlasten in deinem Leben, die dich buchstäblich be-lasten?

Alte Versprechen, die du nie eingelöst hast? Bücher, die du schon lange ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben wolltest? Verschenkte Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen, die der Beschenkte noch nicht eingelöst hat? Oder ganz banale Dinge wie unbezahlte Rechnungen?

Diese alten Schulden sind eine Last — auch wenn du es meistens ganz gut schaffst, sie auszublenden. Irgendwo in deinem Unterbewusstsein streifen sie immer noch als unerledigte Verpflichtungen herum. Und wenn du gelegentlich an solch eine Altlast erinnert wirst, hast du wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen.

Diese alten Schulden sind wie ein Gewicht, das an dir hängt und dich nach hinten zieht. Natürlich kannst du auch mit dieser zusätzlichen Last voranschreiten, aber leichter wäre es allemal ohne…

Warum deshalb nicht die Leichtigkeit dieses Sommers nutzen und alte Schulden abbauen?

Entweder, indem du sie tatsächlich begleichst: Das Buch zurückgibst. Deine Freundin triffst. Deine ältere Tante besuchst. Die herumliegenden Rechnungen bezahlst.

Oder, indem du sie endlich abhakst und hinter dir lässt. Der Pullover, den du einem Freund vor zehn Jahren zum Geburtstag stricken wolltest und der nie fertig wurde… vielleicht ist der gar nicht mehr notwendig oder nicht mehr passend, und ihr geht lieber in Ruhe zusammen einen Kaffee oder ein Glas Wein trinken?